Biografisches

Allgemeines

Geboren 1956 in Kapurthala.
Dort als Dichter, Sänger eigener Lyrik und Theateraktivist tätig. Seit 1980 in Deutschland.
Seit 1985 schreibt und veröffentlicht Rajvinder Singh in Deutsch, das er liebevoll als seine "Stiefmuttersprache" bezeichnet.
Nur gelegentlich noch schreibt er in Punjabi, Hindi, Urdu und Englisch.
Sprachkenntnisse: Punjabi, Hindi, Urdu, Dogri und Pahari, Englisch, Deutsch und etwas Holländisch
Als Gründungsmitglied der Initiative: "Courage gegen Fremdenhass" hält Rajvinder Singh seit 1993 Vorträge an Schulen und gibt interkulturelle Schreibwerkstätten an Schulen, um die Schüler mit anderen Kulturen vertraut zu machen, ihre Ängste gegenüber dem "Fremden" abzubauen und so ihren Horizont zu erweitern. Im Mittelpunkt dabei steht immer der kreative Umgang mit der Sprache sowie mit dem Leben und den Menschen.

 

Ausbildung

1972-76

Abitur. Studium der Politischen Ökonomie, Mathematik und Englischen Philologie am Randhir College der Guru Nanak Dev Universität, Amritsar

1977-79

Master of Arts, M.A. in den Fächern Punjabi Literatur und Linguistik an der Jammu Universität in Kaschmir

1979-80

Master of Philosophy, M.Phil. Anschließend Forschungsassistent an derselben Jammu Universität in Kaschmir

1981

Sprachdiplom am Goethe Institut, Berlin

1982

Beginn des Studiums der Anglistik und Allgemeine Sprachwissenschaft mit dem Schwerpunkt "Literatursemiotik"an der Technischen Universität, Berlin

1988

Beendigung des Studiums mit dem akademischen Grad: "Magister Artium"

1989-91

Promotionsarbeit, unterbrochen zu Gunsten eines freiberuflichen Autorendaseins


Auszeichnungen

1992

Literaturpreis der Stadt Kapurthala (Indien)

1997

Berufung als Stadtschreiber zu Rheinsberg.

1998

Arbeitsstipendium der Stiftung KulturFonds, Berlin.

Aufenthaltsstipendium für Literatur in der Künstlerkolonie Worpswede

1999

Puran-Singh-Hunar Literaturpreis, Amritsar, Indien

2000

Arbeitsstipendium der Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin

2002

Mehr Gera Literaturpreis, Hoshiarpur, Indien

Bawa Balwant Lyrikpreis, Amritsar, Indien

Berufung zum Stadtschreiber zu Remscheid

2003

Benennung zum Ehrenbürger von Kapurthala

Tätigkeiten

1972-73

Mitherausgabe einer 14-tägigen bilingualen Zeitschrift in Indien: The Rags

1985

Mitbegründer der Gruppe Internationaler Autoren in Berlin

1986/87

Wahl in den Vorstand der Neuen Gesellschaft für Literatur (NGL), Berlin

Wahl zum 2. Vorsitzenden der NGL, Berlin

1988-89

Beauftragt vom Senator für Kultur um zusammen mit zwei  Kollegen die Verhandlungen mit dem Schriftstellerverband der DDR zu führen und das zwischen dem damaligen Kanzler Kohl und Generalsekretär Honecker vereinbarten deutsch-deutsche Kulturabkommen Literatur durchzuführen

1989

Organisation der Dänischen Literaturtage in Berlin

Organisation der Maltesischen Literaturtage in Berlin

Konzipierung und Organisation der Veranstaltungsreihe: Autoren gegen den Krieg aus dem Libanon

1991

Mitorganisation des Festivals of India, dem vom September 1991 bis Mai 1992 dauernden bislang größten Kulturfestival in Deutschland, und dem größten indischen Festival außerhalb Indien

1992

Zusammen mit Günter Grass Einsatz für die inhaftierten Autoren in der Türkei. Hilfe der in Syrien gestrandeten vom Regimes verfolgten irakischen Autoren und Journalisten Lese Reise durch die neuen Bundesländer, bis 1994 im Rahmen der Kulturkarawane für Toleranz nahezu 30 Lesungen und Vorträge allein in Dresden.

1992-93

Organisation verschiedener Kunstausstellungen im Haus der Kulturen der Welt Berlin

1993-95

Konzeption und Organisation einer monatlichen Veranstaltungsreihe Dialog der Kulturen im Haus der Kulturen der Welt, Berlin. Mit jeweils einem deutschen oder europäischen und einem nicht-europäischen Autor. Diese Reihe - von ihm als Gegenpol zu Huntingtons „Clash of Civilisations“ konzipiert - wurde ein Riesenerfolg.

1993

Mitgliedschaft in der Initiative: Courage gegen Fremdenhaß. Zusammen mit Künstlern wie u.a. Otto Sanders oder der Autor Peter Schneider Vorträge an Schulen.

1994

Mitgliedschaft in dem Verband deutscher Schriftsteller (VS) in der IG-Medie

1996

Wahl in das Deutsche PEN-Zentrum (Ost). Seitdem aktiv im Writers-in-Prison-Committee, Repräsentation des PEN auf zahlreichen internationalen Kongressen.

2000-01

Konzipierung, Organisation und Moderation der monatlichen Veranstaltungsreihe „Die Andere Stimme: Ein Polykultureller Dialog“ im Brecht-Haus, Berlin

2001-02

Konzipierung, Organisation und Moderation der monatlichen Veranstaltungsreihe „Erfolgsbuch und sein(e) Autor(in)“ im Brecht-Haus, Berlin

Materialien

Porträt im Handbuch Künstler im Exil in Deutschland, von Ernst Martin, InterNationes, Bonn 1999
Sieben Fernsehbeiträge in ARD, 2xZDF, ORB, SAT 1, sowie Deutsche Welle und WDR
Mehr als 100 Artikel und Beiträge in Tageszeitungen und im Radio (s. Presse)